Wenn andere aufgeben – wir fangen erst richtig an! Neuer Torhüterin für die Damen
Manchmal schreibt der Sport Geschichten, die man sich nicht besser ausdenken könnte. Geschichten voller Rückschläge, Mut, Zusammenhalt – und am Ende voller Hoffnung. Genau so eine Geschichte erleben wir gerade mit unserer Damenmannschaft des HC Westfalia Herne.
Schon früh in dieser Saison wurden wir schwer getroffen: Kreuzbandrisse bei unserer Torhüterin und einer unserer Linksaußen, ein Achillessehnenriss – drei langwierige Verletzungen, die jedes Team ins Wanken bringen würden. Doch damit nicht genug: Letzte Woche traf es auch noch unsere zweite und letzte Torhüterin. Wieder ein Kreuzbandriss. Auf einmal standen wir da – ohne Keeperin, ohne Absicherung zwischen den Pfosten.
Viele Vereine hätten an diesem Punkt vielleicht aufgegeben, die Köpfe hängen lassen und gesagt: Das war’s für diese Saison.
Aber nicht wir. Nicht beim HCW.
Denn bei uns gilt: Aufgeben ist keine Option. Die Köpfe wurden zusammengesteckt, Telefone heiß gewählt, Netzwerke aktiviert und neue Wege beschritten. Und genau dieser Mut hat uns zu einer außergewöhnlichen Lösung geführt.
Wir haben im Fußball nach Unterstützung gesucht – und gefunden. Über die Spielvereinigung Horsthausen aus Herne entstand der Kontakt zu einer echten Teamplayerin: Céline Hildebrandt, 21 Jahre jung, Torhüterin in der Verbandsliga. Céline hat sich bereit erklärt, für uns in die Handballschuhe zu schlüpfen und ihre Reaktionsstärke nun auch auf dem Handballfeld einzusetzen. Für sie ein spannendes Abenteuer, für uns ein riesiger Gewinn – und ein Symbol dafür, was möglich ist, wenn Vereine nicht gegeneinander, sondern miteinander arbeiten.
Dass die SpVgg Horsthausen diese Idee sofort unterstützt hat, verdient höchsten Respekt. Dieses Verhalten zeigt, was sportliche Solidarität bedeutet. Hier geht es nicht um Konkurrenz, nicht um Grenzen zwischen Sportarten, sondern darum, einander zu helfen und gemeinsam stärker zu werden. Dafür sind wir der SpVgg Horsthausen und Céline unglaublich dankbar.
Diese Geschichte beweist einmal mehr, dass Teamgeist keine Vereinsgrenzen kennt. Sie zeigt, dass selbst große Herausforderungen Chancen sind, neue Wege zu gehen und kreative Lösungen zu finden. Und sie macht deutlich, dass Aufgeben für uns niemals eine Option sein wird.
Unsere verletzten Spielerinnen kämpfen nun für ihre Genesung, wir kämpfen auf dem Feld – und wir alle kämpfen als Gemeinschaft, die in schweren Zeiten noch enger zusammenrückt. Weitere Gespräche laufen bereits, um das Team zusätzlich zu verstärken. Doch schon jetzt steht fest: Mit Menschen wie Céline und Vereinen wie der SpVgg Horsthausen an unserer Seite können wir voller Zuversicht nach vorne blicken.
Danke, Céline. Danke, SpVgg Horsthausen. Ihr habt uns nicht nur sportlich geholfen, sondern auch gezeigt, dass echter Zusammenhalt immer der größte Sieg ist.